Die Gruppe „queergestellt“ rief für den 08.07.12 zu einem emanzipatorischen Block auf dem CSD (Christopher Street Day) auf. Wir untersützten die Mobilisierung im Vorfeld durch einen eigenen Aufruf und genereller Werbung für den Block.

Ab 11.00 Uhr versammelten sich am Ottoplatz nach und nach Aktivisten_innen, welche sich allerdings zu Beginn in den Deutzer Bahnhof drängten wegen starkem Regen. Nach einiger Wartezeit ging es los Richtung CSD und es wurde sich am Rande positioniert bis die „Parade“ startete. Bereits hier wurden Transpis gehalten, Fahnen geschwungen und unseren zusammengefassten Aufruf in Form eines Flyers verteilt. Im emanzipatorischen Block selber fanden sich eine Vielzahl von anderen kreativen Plakaten und Transparenten. Die Anzahl der Teilnehmer_innen lag während den 5 Stunden Veranstaltungsdauer bei 50-80 Menschen, wobei die Teilnehmer_innen-Zahl stark varierte, denn immer wieder verliesen einige Aktivisten_innen den Block, aber genauso stießen immer wieder neue hinzu. Auch in der Wahl der Parolen waren die Aktivisten_innen kreativ, so waren folgende Parolen zu hören: „Kein Gott, Kein Staat, Kein Patriachat!“, „Wir bleiben unserm Motto treu: Queer, Pervers und Arbeitsscheu!“, „Gegen Macker und Sexisten, Fight the Power! Fight the System!“. Mehrere hundert Flyer wurden verteilt und einige Menschen schossen interessiert Fotos von den Plakaten und Transparenten. Obwohl der Block meist positiven Zuspruch fand, blieben Chauvinistische Äußerungen nicht aus. Diese wurden jedoch entschlossen und kreativ beantwortet.

Kurios war das autoritäre Auftreten der Veranstalter_innen des CSD Köln, welche immer wieder versuchten, eine Ansprechperson zu finden und behaupteten, dass es „ohne Gruppenführer nicht geht.“, eine Bezeichnung die die Meisten wohl eher bei der Polizei verordnen würden. Von dieser vorhersehbaren Wichtigtuerei seitens der Veranstalter_innen ließen wir uns aber nicht abschrecken.

Überrascht waren wir dann allerdings doch sehr, Daniel Krause auf der Deutzer Brücke anzutreffen, der die „Parade“ vom Rand aus begleitete. Leider war vielen gar nicht bewusst, wer er ist und welche homonationalistischen Querfrontansichten dieser Mensch vertritt. Mehr zur Person Krause und seinem Auftritt bei Pro NRW: auf linksunten.indymedia

Zusammenfassend lässt sich der emanzipatorische Block als Erfolg werten! Trotz teilweise strömenden Regens ist es gelungen ein alternatives Programm zu der totalen Komerzialisierung des CSD zu organisieren, sowie eigene Inhalte effektiv zu verbreiten. Es darf nicht sein, dass soziale Kämpfe wie gegen Homophobie von Parteien, zentralistischen Gewerkschaften und anderen reaktionären Kräften vereinahmt werden!

Den anarchistischen Widerstand organisieren!

Für die soziale Revolution und Emanzipation in ALLEN Lebensbereichen!

AG Köln am 8.7.12