Schwarzer Tresen startet!!!

Der Tresen findet jeden 2. Mittwoch IM MONAT statt.

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Hier noch ein kleiner Text zum Thema Drogen und weshalb der Schwarze Tresen drogenfrei/drogenkritisch sein soll.

Drogen spielen in unserem heutigen Leben eine sehr große Rolle. Der alltägliche Konsum hat zweierlei Gesichter. Zum einen, die staatlich subventionierten „legalen“ Drogen (Nikotin, Alkohol, pharmazeutische Produkte etc.), zum anderen illegalisierte Drogen (von Marihuana bis Heroin), die sich auf dem Schwarzmarkt eines reißenden Absatzes erfreuen. Die Herstellungsweise und die Transportwege all dieser Produkte haben einen ausbeuterischen Charakter, und dienen in erster Linie dem Profit der Produzent_innen. Wir wissen, dass es auf individueller Ebene viele verschiedene Gründe gibt, Drogen zu konsumieren. Gleichzeitig haben Drogen gesamtgesellschaftlich einen unterdrückenden Charakter. Weitergehend sind Drogen, egal ob legal oder illegal, immer ein Mittel des Staates zur Befriedung und zur Kontrolle. Wer also sein Recht auf Rausch geltend macht, sollte sich immer darüber bewusst sein, dass erstens die entsprechenden Stoffe individuell Auswirkungen auf Psyche und Gesundheit haben, zweitens unter welchen Bedingungen die Substanzen hergestellt wurden und welche Auswirkungen die Herstellung dieser auf der gesamten Welt hat und drittens was Drogen für negative Folgen für unsere Bewegung haben können. Die individuelle Reaktion auf Drogen variiert, aber dennoch gibt es im Konsum ein Moment von Kontrollverlust. Es geht aber bei der Kritik am Drogenkonsum nicht um die Schuld der einzelnen Person, an zum Beispiel Sucht, sondern um gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge und Selbstverantwortung. Physischer Kontrollverlust einer Person bedeutet eine Belastung für alle Anwesenden. Auch für Freiräume ist dieses Thema besonders wichtig, da ein nüchternes Publikum oftmals besser auf Übergriffe und Grenzüberschreitungen reagieren kann. Aufdringliches Verhalten kann einschüchternd auf andere Menschen wirken, nicht unbedingt aus Böswilligkeit, sondern bedingt dadurch, dass Menschen unter Drogeneinfluss in der Regel unsensibler für die Grenzen anderer sind. Rausch kann jedoch niemals als Rechtfertigung, Entschuldigung und/oder Begründung für Übergriffe benutzt werden! Aus diesen und vielen weiteren Punkten ergibt sich die Notwendigkeit, nach Räumlichkeiten für Personen, die keine Drogen konsumieren, die schlechte/traumatische Erfahrungen mit Drogen gemacht haben, und um generell einen reflektierteren Umgang, mit Drogen oder ohne Drogen, zu ermöglichen. Drogen, ob illegal oder legal, können an allen möglichen Orten konsumiert werden, Orte um dem zu entgehen gibt es in Köln praktisch nicht.
wir lehnen die Drogenpolitik und die Verfolgung mittels BtM-Gesetzen von staatlicher Seite konsequent ab. Eine Veränderung des Drogenkonsums kann nur von unten und ohne staatliche repressive Maßnahmen stattfinden.

Aus den oben genannten Gründen haben wir als Anarchistische Gruppe beschlossen beim schwarzen Tresen und weiteren anderen Veranstaltungen keinen Alkohol zu verkaufen und einen möglichst drogenfreien Raum zu schaffen.


3 Antworten auf „Schwarzer Tresen startet!!!“


  1. 1 Jörg 20. August 2012 um 15:05 Uhr

    Jeden zweiten Mittwoch im Monat oder wörtlich jeden zweiten Mittwoch? Wenn das zweite der Fall ist, wann beginnt es dann?

  2. 2 agkoeln 20. August 2012 um 15:19 Uhr

    Jeden zweiten Mittwoch im Monat… Ist uns nen kleiner Fehler unterlaufen, danke für den Hinweis. Der erste Schwarze Tresen findet im September am 12.9. statt und beginnt um 20.00 Uhr.

  3. 3 Anarchist... 22. August 2012 um 8:25 Uhr

    Auf Indymedia gibt es eine Debatte zum Thema „Schwarzer Tresen“….

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